Weihnachten ist in Dir. . .

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In Zusammenarbeit mit OTTO.

Heute möchte ich einmal über ein ganz Anderes Thema als sonst mit Euch sprechen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, meiner Meinung nach auch sehr passend.

Es geht heute nämlich um das Thema Selbstlosigkeit. Hierzu möchte ich Euch von einer sehr schönen Bekanntschaft berichten, welche ich im September bei meinem Besuch in London erleben durfte. Es geht um Patricia. Eine Dame, welche Anfang 60 ist. Geboren und aufgewachsen in London. Sie hat zwei Kinder, ungefähr in meinem Alter und beide studieren im Ausland. Diane studiert in Sydney und Alexandra in Paris. Und das wohl Schönste an Patricia ist, dass sie eine herzensgute Frau ist. Euch interessiert, woher ich das weiß? Dann lest gerne weiter. Der Text ist allerdings länger, als sonst. 😉

PS: die Bilder stammen von unserer London Reise im Winter 2013. <3

Im September war ich auf dem Weg nach London. Mir ging es bereits vorher nicht sonderlich gut. Ich wollte gar nicht mehr fliegen. Ich wollte viel lieber Zuhause bleiben und das Wochenende mit meinem Freund genießen. Aber, ich habe mich mit einer Freundin dort verabredet. Wir wollten uns vor Ort treffen. Natürlich habe ich mich sehr auf diese Reise gefreut, aber gesundheitlich war ich einfach nicht 100% fit.

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Aber gut. Geplant ist geplant. Am Samstag um 6:00 Uhr ging mein Flieger von Köln. Und es lief bereits dann schon alles schief. Ich bin nach vielen Jahren mal wieder mit einer bestimmten Airline geflogen. Was ich jedoch nicht vorher wusste, das Handgepäck muss man ebenfalls anmelden. Und schon war ich 60€ los. So viel zum Thema billig Airline!

Angekommen in London hatte ich bereits schlimme Kopfschmerzen und mein Handy war kurz davor den Geist aufzugeben. Also habe ich mir schnell am Flughafen eine externe Ladestation für 20 Pfund gekauft – glücklicherweise aufgeladen! Glück im Unglück!

Als ich mit dem Shuttle los gefahren bin, in Richtung London Innenstadt, meldete sich meine Freundin bei mir. Ihr ging es ebenfalls sehr, sehr schlecht. Aber den Flug wollte sie definitiv antreten. Wir haben uns vorgenommen, ein ruhiges Wochenende zu verbringen. Ohne Party, ohne großes Sightseeing oder Ähnlichem. Aber hierzu sollte es gar nicht erst kommen.

Als ich an der Liverpool Street angekommen bin, war mir wirklich extrem schlecht. Ich habe mich erst einmal an die Straße auf eine Bank gesetzt und das erste Mal an diesem Tag etwas getrunken. Aber es musste ja irgendwie weiter gehen. Ich habe mir mein Oyster Ticket aufgeladen und habe mich schnell in die U-Bahn begeben, um schnellstmöglich zu unserem Zimmer zu gelangen. Kurzzeitig hatte ich Empfang in der Bahn. Dann erhielt ich die Nachricht. Meiner Freundin ging es so schlecht, sie konnte den Flug nicht mehr antreten.

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Auf einmal hat sich bei mir wortwörtlich alles gedreht. Oh Gott – ich bin alleine in London. Ich hasse es alleine unterwegs zu sein. Und plötzlich brach über mir alles zusammen. Ich habe plötzlich angefangen zu weinen, weil ich nicht mehr wusste wo vorne und hinten ist. Es kam plötzlich alles auf einmal. Ich wollte nur noch raus aus der Bahn und war irgendwo am Notting Hill Gate.

Plötzlich sprach mich eine völlig fremde Dame an, ob alles mit mir in Ordnung sei. Ich habe natürlich versucht ein ‚yes, of course‚ herauszupressen. Völliger quatsch. Mir ging es unendlich kacke! Sie sah mir an das ich völlig fertig bin und hat mir erst einmal meinen Koffer abgenommen und mich in ein Café begleitet. Dort angekommen habe ich Ihr irgendwie versucht zu erklären, was passiert ist. Ich wollte auf keinen Fall alleine in London bleiben. So sehr ich das Reisen liebe, aber alleine unterwegs zu sein, ist so gar nicht meins! Parallel habe ich meinem Freund geschrieben er soll mir den nächstmöglichen Rückflug buchen. Ich will sofort nach Hause! – war mein einziger Gedanke.

Patricia hat mich gefragt, ob es für mich in Ordnung ist, mit zu ihr nach Hause zu gehen. Normalerweise, würde ich NIE NIE NIEMALS zu jemanden Fremdes mit nach Hause gehen. Aber irgendwas hat mir gesagt ‚Sie ist ein guter Mensch‚ – versteht Ihr was ich meine? Sie hat die ehrlichsten Augen überhaupt.  Sie wohnt circa 10 Minuten Fußweg von der Station entfernt. Auf dem Weg kamen wir immer mehr und mehr ins Gespräch. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so gut Englisch gesprochen – haha. 

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Bei Ihr Zuhause angekommen war ich überwältigt. Ein wunderschönes englisches Haus. Genau so habe ich es mir immer vorgestellt. Ein weißes Haus, mit einem schwarzen Zaun, zwei kleine Hunde und es gibt kein Parkett, sondern nur Teppich. Einfach so gemütlich! Sie fragte mich, ob ich eine Kleinigkeit Essen möchte und ob ich einen Tee trinken möchte. Natürlich! Ich hatte einen Bärenhunger.

Während mir Patricia etwas zu Essen gemacht hat, erzählte sie mir von Ihren zwei Kindern und das sie in mir ihre jüngste Tochter ein wenig wiedererkennt. Ihr wurde nämlich erst einige Wochen zuvor die Handtasche in Sydney geklaut und ihr haben ebenfalls liebenswerte Menschen geholfen. Sie erklärte mir, als sie mich in der U-Bahn Station weinen gesehen hat, musste sie mir einfach helfen. Wie süß ist sie bitte?!

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Ich habe bei ihr in der Küche wieder angefangen zu weinen. Wisst Ihr wieso? Kein Scherz? Ich war einfach so gerührt von ihrer liebenswürdigen Art. Man sieht viel zu häufig das schlechte in Menschen und man handelt leider häufig sehr oft sehr egoistisch. Patricia hingegen, hat mehr als selbstlos an diesem Tag gehandelt. Wer nimmt bitte freiwillig als 60 jährige Dame ein fremdes Mädchen mit zu sich nach Hause? Bietet Ihr etwas zu Essen an, zu Trinken und sogar im Zimmer der Tochter übernachten zu dürfen?!

In der Zwischenzeit hat mir mein Freund einen Rückflug gebucht. Jedoch vom Flughafen Heathrow. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich nur Stansted. Patricia hat mir wohl meine Verzweiflung angesehen und sich angeboten, mich zum Flughafen zu begleiten. Hilfe. Als wäre ALL das noch nicht genug gewesen. Oh man. Wo ich das Ganze jetzt herunter schreibe, denke ich glatt selber ‚das ist doch aus einem Drehbuch kopiert worden‚ – haha. <3

Aber: es ist alles wahr! So wahr, dass meine Mama und ich Patricia nächstes Jahr in London besuchen werden! Wir schreiben nämlich heute noch in regelmäßigen Abständen E-Mails. 🙂 <3 THANK YOU PATRICIA! YOU'RE AN ANGEL! <3

Mich würde interessieren, habt Ihr ebenfalls eine Geschichte aus Eurem Leben, wo Ihr oder Andere völlig selbstlos gehandelt haben? Unter folgendem Link könnt Ihr Eure eigene Sternstunde mit einer schönen Story publizieren. Für mehr Miteinander und Wunder! 

https://weihnachtsfilm.otto.de/sterne

PS: mit dem Hashtag #Weihnachtenistindir könnt Ihr auch auf Instagram, Twitter & Co. eine Geschichte veröffentlichen. Ich freue mich auf Eure Themen und ich werde jede Einzelne lesen. <3

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