Wunder unter dem Herzen – meine Schwangerschaft.

Nach langer Zeit bekommt Ihr nun Antworten auf Eure Fragen welche mich noch heute mehrmals täglich erreichen. In den nächsten Zeilen erfahrt Ihr alles über unseren Babywunsch, meine Sehnsucht nach Nutella, Ängste in der Schwangerschaft und das Gefühl seinen Körper wieder für sich zu haben.

Nach über 10 Jahren Beziehung und einer fantastischen Hochzeit im Jahr 2018 war es für viele sicherlich keine Überraschung, als ich an meinem Geburtstag in diesem Jahr bekannt gab, dass ein Wunder unter meinem Herzen wächst.

Für uns stand schon immer fest, dass wir „irgendwann“ einmal Kinder zusammen haben möchten und unser offener Umgang mit dem Thema hat uns gerade nach der Hochzeit unglaublich geholfen.

Denn ehrlicherweise war mein Mann schon vor mir bereit für ein Kind. Durch viele Gespräche fanden wir jedoch den für uns perfekten Zeitpunkt im Herbst 2019. So konnte ich das Jahr nach unserer Hochzeit noch ideal für meine Leidenschaft – das Reisen – nutzen, bevor auch mein Wunsch auf das vermutlich größte Abenteuer unseres Lebens wuchs.

Nun beantworte ich Euch direkt eine weitere Frage: „Hast du die Pille genommen? Hattest Du Probleme beim absetzen?“.

Ja – ich habe die Pille genommen. Vor vier Jahren entschied ich mich jedoch sie aufgrund von Stimmungsschwankungen abzusetzen. Die positive Veränderung nahm nicht nur ich, sondern auch mein Umfeld sehr schnell wahr. Ich wurde gelassener und ausgeglichener (nicht das ich vorher unausstehlich war ;), aber ich war definitiv reizbarer).

Die einzige negative Veränderung die ich nach 1 1/2 Jahren bemerkte, war meine plötzliche Akne kurz vor der Hochzeit. Mit etwas Kortisonsalbe vom Hautarzt und einer anschließenden Umstellung meiner Gesichtspflege habe ich sie glücklicherweise schnell in den Griff bekommen. Obwohl ich also die Pille schon lange vor unserem Kinderwunsch abgesetzt hatte, rechnete ich nicht so schnell mit einem positiven Test, besonders nicht am 13.12.2019.

Ich kam gerade von einem Job aus Paris wieder und stand kurz vor meinem nächsten Job in Österreich, welcher etwas „actionreicher“ geworden wäre.
Aus irgendeinem Grund schnappte ich mir sofort nachdem ich die Koffer im Flur abgestellt hatte einen Schwangerschaftstest aus dem Bad und schenkte ihm dann jedoch erst mal keine Beachtung. Nach ausführlicher Recherche und Preisvergleichen von Flügen nach Österreich schaute ich sicherheitshalber noch einmal auf den Test.

Er war „deutlich positiv“ und ich: deutlich überrascht. Mein Vorstellung von Früher es meinem Mann romantisch zu sagen, verwarf ich in dem Moment als er die Türe rein kam – ich konnte es kaum glauben. Wir würden bald Eltern sein. Um mich nach schlaflosen Stunden voller Aufregung zu vergewissern, dass dem auch wirklich ist, wiederholte ich den Test Nachts um 4 Uhr erneut. Er war noch immer positiv.

Unsere Freude über die Schwangerschaft war so groß, dass wir sie am liebsten sofort mit der ganzen Welt geteilt hätten. Wir entschieden uns aus diesem Grund auch dafür nicht zwölf Wochen zu warten, um es mit unserer Familie und unseren engsten Freunden zu teilen. Denn auch wenn es noch nicht sicher war, ob alles gut gehen würde, wollten wir unsere Familie hinter uns haben. Wie sagt man so schön? In guten wie in schlechten Zeiten.

Weihnachten bot sich perfekt für das Teilen unseres schönsten Geschenkes mit unserer Familie an und so überreichten wir unseren Eltern ein Ultraschallbild. Meine Mutter hatte es in den zwei Wochen, welche bis dahin seit dem positiven Test vergangen waren bereits geahnt – viel länger wäre eine „Verheimlichung“ also vermutlich sowieso nicht möglich gewesen. Im Januar weihten wir dann nach und nach unsere Freunde ein, bevor ich es nach einem weiteren Arztbesuch in der 12ten Schwangerschaftswoche an meinem Geburtstag auch öffentlich auf Instagram teilte.


Dies war auch der Zeitpunkt wo ich meine Ängste langsam in den Griff bekam. Denn um ehrlich zu sein, machte ich mich die ersten zwölf Wochen schon sehr verrückt. Man trägt von jetzt auf gleich ein Leben in sich – da sind Ängste ganz normal. Was vielleicht nicht ganz normal war, war der Autogurt den ich absichtlich lockerer gehalten hatte oder meine unzähligen Nachrichten an meine Freundinnen für jede Kleinigkeit. 😉

Mit der Zeit die verging wurde ich immer sicherer und konnte die Schwangerschaft genießen. Ich fühlte mich wirklich wohl (besonders wenn Schokolade, Kuchen, Waffeln oder Nutella in der Nähe waren). Mein Verlangen nach Süßigkeiten aller Art war ziemlich groß. Zudem hatte ich das große Glück, dass mein Süßigkeitenkonsum sich auch wirklich lohnte, da bei mir die Übelkeit so gut wie ganz ausblieb und ich mich nicht ein einziges Mal übergeben habe.

Als ich in der 26ten Schwangerschaftswoche plötzlich mit Frühwehen für ca. eine Woche ins Krankenhaus musste, überholte mich die Angst vom Anfang mit voller Wucht. Ich hatte wahnsinnige Angst, dass etwas mit ihr ist oder sie ein Frühchen wird. Umso schöner, dass sie sich am Ende sogar bis nach ihrem ET Zeit gelassen hat. Wobei das für mich gar nicht so schön war:

In den letzten 3-4 Wochen fühlte ich mich wirklich sehr unwohl. Durch das warme Wetter hatte ich zudem noch mit zusätzlichen Wassereinlagerungen zu kämpfen, welche meinen Umfang an der Brust von 70 auf 90 wachsen ließen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich auch nicht mehr gerne im Spiegel angeschaut, da ich ziemlich aufgequollen war. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe es geliebt schwanger zu sein und habe gerne meinen Körper mit ihr geteilt, aber ich war auch froh meinen Körper nach all den Monaten wieder für mich zu haben.

Und dies geschah am 25. August 2020 um 11:36 Uhr als unsere Tochter Mila unser Leben für immer veränderte. Sie machte mich zu einer Mutter – zu ihrer Mutter.

Es ist ein Wunder was der Körper einer Frau leistet. Sowohl während, als auch nach der Schwangerschaft. Ich hatte insgesamt 19 Kilo laut Mutterpass zugenommen und habe schon jetzt wieder viele Kilos runter. Natürlich ist noch nichts straff und meine Jeans passen mir sicherlich auch erst nach einigen Sporteinheiten, aber es ist ein Preis den ich gerne für die Liebe zu unserer Tochter bereit bin zu zahlen.

Wir hören uns ganz bald mit dem Geburtsbericht, Simone.

2 Comments

  • Hallo Simone ..
    Deine Seite ist toll ,,du und deine Lebensgeschichte is toll ..ich folge dir sehr gerne und bin schon auf die nächsten Lebensgeschichten gespannt

    Liebe Grüße Martina

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